Mittwoch 19. März 2008, von Bogedan Claudia
Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Dänemark haben von Wissenschaft und Politik in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erhalten, da das kleine Land als erfolgreicher Wohlfahrtsstaatsmodernisierer gilt. Das dänische Beschäftigungswunder wird dabei als Gegenentwurf zu einer Politik wohlfahrtsstaatlichen Rückbaus gesehen, denn in Dänemark existieren ein flexibler Arbeitsmarkt und umfassende soziale Sicherungssysteme gleichermaßen. Das mit dem Schlagwort Flexicurity umschriebene Wechselverhältnis gilt als Geheimnis des dänischen Erfolges, Arbeitslosigkeit zu senken und Haushaltsüberschüsse zu generieren ohne größere Einschnitte in den Wohlfahrtsstaat zuzulassen.
Mit den Reformen Mitte der 1990er Jahre wurden zahlreiche neue Instrumente einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik eingeführt, die in die Tradition eines umfassenden Systems sozialer Sicherung und eines flexiblen Arbeitsmarktes eingebettet wurden. Das vorliegende Arbeitspapier untersucht daher, ob die Maßnahmen der Aktivierung das Gleichgewicht zwischen Arbeitsmarktflexibilität und sozialer Sicherung gestört haben. Neben der Beschreibung der eingeführten Aktivierung wird ihr Verhältnis zu Flexicurity und dem sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaatsregime analysiert.
The danish, so called ’flexicurity’ model received much attention in the frame of the european public debate concerning the labour market reform, which had been impulsed by the European Comission.
The author shows how Denmark offers a flexible labour market combined with high social security. The paper adresses the question wether «activation measures» hurt this balance between labour market flexibility and social security. Aside from a detailed description of the danish reform, its outcomes are analysed in relation to flexicurity and the traditionnal, social-democratic welfare regime.
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